Für das Land Baden-Württemberg wurden flächendeckende digitale Datensätze zur Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung erstellt. Das Thema beschreibt den Schutz des Grundwassers vor Einträgen von der Erdoberfläche aus. Für die Beurteilung wurde ein modifiziertes Verfahren der Staatlichen Geologischen Dienste (SGD) angewendet (Hölting et al., 1995, LGRB 2020). Die Vorgehensweise zur Ableitung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung ist im Fachbericht 2020/1 (https://produkte.lgrb-bw.de/docPool/c670_data.pdf, LGRB 2020) ausführlich beschrieben. Die GeoFachdaten BW - Hydrogeologie, Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung (HK-BW_SF) sind Teil der "Integrierten Geowissenschaftlichen Landesaufnahme" (GeoLa) des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB). Die Erstveröffentlichung erfolgte 2019, eine Überarbeitung fand 2024 statt (in beiden Fällen Eingangsdaten mit Stand 2016).
Beschreibung
Aktualität des Datensatzes
| Erstellung |
01.04.2020 |
|---|
| Publikation |
01.04.2020 |
|---|
| Letzte Änderung |
10.01.2022 |
|---|
| Status |
abgeschlossen |
|---|
| Pflege- und Aktualisierungsintervall |
einmalig |
|---|
| Erläuterung zum Pflegeintervall |
Die Erstveröffentlichung erfolgte 2019, eine Überarbeitung fand 2024 statt (in beiden Fällen Eingangsdaten mit Stand 2016). |
|---|
Raumbezug
Lage der Geodaten (in WGS84)
| SW Länge/Breite | NO Länge/Breite | |
|---|---|---|
| Raumbezug des Datensatzes | 7.2°/47.4° | 10.7°/50° |
Höhe
| Minimum | Maximum | Maßeinheit | Vertikaldatum |
|---|---|---|---|
| 84.0 | 1495.0 | Meter | DE_DHHN92_NH |
| Erläuterung zum Raumbezug |
Baden-Württemberg |
|---|
| Koordinatensystem |
|---|
Nutzung
| Nutzungsbedingungen |
Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 Quellenvermerk: Regierungspräsidium Freiburg - LGRB, www.lgrb-bw.de |
|---|
| Zugriffsbeschränkungen |
Es gelten keine Zugriffsbeschränkungen |
|---|
| Anwendungs-einschränkungen |
Die Anwendung der Hölting-Methode ist allgemein geeignet für mittelmaßstäbliche Regionalbetrachtungen (1:50.000 bis 1:100.000). Durch notwendige Generalisierungen und Unschärfen bei den Eingangsdaten sind die Datensätze zur Schutzfunktion jedoch als Übersichtsdarstellungen aufzufassen. Die Qualität der Eingangsdaten (u. a. zu Schichtmächtigkeiten und Grundwasserflurabstand) ist regional stark unterschiedlich. Die daraus abgeleitete Schutzfunktionsbewertung ist dementsprechend unterschiedlich belastbar. Detailaussagen bspw. auf Flurstücksebene können aus den Datensätzen nicht abgeleitet werden. Für diesen Zweck sind standortbezogene Betrachtungen erforderlich. Zudem wird darauf hingewiesen, dass in Karstgebieten die Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung deutlich geringer ausfallen kann, als nach der hier angewendeten Hölting-Methode ermittelt. |
|---|
Kontakt
Fachlicher Kontakt
|
LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg Abteilung 5 - Umweltinformatik RIPS-Metadaten
Postfach 10 01 63
|
Fachinformationen
Informationen zum Datensatz
| Digitale Repräsentation |
Raster, Gitter |
|---|
Erstellungsmaßstab
| Maßstab 1:x |
50000 |
|---|
Information zu den Sachattributen
| Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|
| SF_BOD (Schutzfunktion des Bodens) | Die Schutzfunktion des Bodens ist ein Teilergebnis aus der Ermittlung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung nach Hölting et. al. (1995) und beschreibt halbquantitativ die Verweilzeit des Sickerwassers im Boden, d.h. maximal des obersten Meters der ungesättigten Zone. Dies ist nicht gleichzusetzen mit der Verweilzeit innerhalb der gesamten Deckschichten. Weitergehende Informationen zum Rückhaltevermögen des Bodens gegenüber Schadstoffen finden sich in den Geodatensätzen der BK50. Das Ergebnis liegt als digitaler Flächendatensatz im 40 Meter Raster vor. Es wurde in die Punkte-Klassen nach Hölting unterteilt und gibt in Kombination mit der Gesamtschutzfunktion an, welchen Anteil an der Gesamtschutzfunktion der Boden hat. |
| WWGWL_2 (Wasserwirtschaftlich genutzter Grundwasserleiter (Schutzfunktionsbewertung Variante 2)) | Der wasserwirtschaftlich genutzte Grundwasserleiter (Variante 2) entspricht dem Grundwasserleiter, dessen Grundwasservorkommen in der Regel durch Grundwassererschließungen nutzbar gemacht werden kann. Er liegt gebietsweise unterhalb des in Variante 1 ausgewiesenen Grundwasserleiters und wird bspw. aufgrund höherer Ergiebigkeit oder besserer Geschütztheit genutzt. |
| ID | ID der Fläche |
| SFUBOD_2 (Schutzfunktion unterhalb des Bodens (wasserwirtschaftlichgenutzter GWL, Variante 2)) | Die Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung unterhalb des Bodens ist ein Teilergebnis aus der Berechnung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung nach Hölting et. al. (1995) und beschreibt halbquantitativ die Verweilzeit des Sickerwassers unterhalb des Bodens (max. 1 m) bis zur Grundwasseroberfläche des wasserwirtschaftlich genutzten Grundwasserleiters. Die ungesättigte Zone kann sowohl aus Lockergestein, als auch aus Festgestein bestehen. Das Ergebnis liegt als digitaler Flächendatensatz im 40 Meter Raster vor. Es wurde in die Punkte-Klassen nach Hölting unterteilt und gibt in Kombination mit der Gesamtschutzfunktion (Variante 2) an, welchen Anteil an der Gesamtschutzfunktion die Grundwasserüberdeckung unterhalb des Bodens hat. |
| SFUBOD_1 (Schutzfunktion unterhalb des Bodens) | Die Schutzunktion der Grundwasserüberdeckung unterhalb des Bodens ist ein Teilergebnis aus der Berechnung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung nach Hölting et. al. (1995) und beschreibt halbquantitativ die Verweilzeit des Sickerwassers unterhalb des Bodens (max. 1 m) bis zur Grundwasseroberfläche des obersten, nach hydrogeologischen Kriterien definierten Grundwasserleiters. Die ungesättigte Zone kann sowohl aus Lockergestein, als auch aus Festgestein bestehen. Das Ergebnis liegt als digitaler Flächendatensatz im 40 Meter Raster vor. Es wurde in die Punkte-Klassen nach Hölting unterteilt und gibt in Kombination mit der Gesamtschutzfunktion (Variante 1) an, welchen Anteil an der Gesamtschutzfunktion die Grundwasserüberdeckung unterhalb des Bodens hat. |
| OGWL_1 (Oberster Grundwasserleiter (Schutzfunktionsbewertung Variante 1)) | Der oberste Grundwasserleiter (Variante 1) entspricht der von der Geländeoberfläche aus gesehen ersten hydrogeologischen Einheit mit grundwasserleitenden und -speichernden Eigenschaften. Die Festlegung erfolgt ausschließlich aufgrund der lithologischen Ausprägung der Gesteinseinheiten. Grundlage hierfür bilden die Hydrogeologischen Einheiten one Deckschichten (hyd_gfl_od) der GeoFachdaten BW - Hydrogeologie. |
| SFgesamt_2 (Gesamtschutzfunktion (wasserwirtschaftlich genutzter GWL, Variante 2)) | In Variante 2 wird die Geschütztheit des Grundwasservorkommens nach Hölting et al. (1995) im wasserwirtschaftlich genutzten Grundwasserleiter bewertet. Er liegt gebietsweise unterhalb des in Variante 1 ausgewiesenen Grundwasserleiters und wird bspw. aufgrund höherer Ergiebigkeit oder besserer Geschütztheit genutzt. Die Gesamtschutzfunktion der Grundwasserüberdeckung beschreibt halbquantitativ die Verweilzeit des Sickerwassers von der Geländeoberkante bis zur Grundwasseroberfläche. Sie beinhaltet sowohl die Schutzfunktion des Bodens als auch die der ungesättigten Zone unterhalb des Bodens. Das Ergebnis (40 m Raster) wurde in die Schutzfunktionsklassen (Punkte und qualitative Bewertung) nach Hölting unterteilt. |
| SFgesamt_1 (Gesamtschutzfunktion Variante 1) | In Variante 1 wird die Geschütztheit des Grundwasservorkommens nach Hölting et al. (1995) im obersten, nach hydrogeologischen Kriterien definierten Grundwasserleiter, unabhängig von der tatsächlichen Nutzung des Grundwassers, bewertet. Sie beschreibt halbquantitativ die Verweilzeit des Sickerwassers von der Geländeoberkante bis zur Grundwasseroberfläche. Die Gesamtschutzfunktion der Grundwasserüberdeckung beinhaltet sowohl die Schutzfunktion des Bodens als auch die der ungesättigten Zone unterhalb des Bodens. Das Ergebnis (40 m Raster) wurde in die Schutzfunktionsklassen (Punkte und qualitative Bewertung) nach Hölting unterteilt. |
| Systemumgebung |
Integrierte Geowissenschaftliche Landesaufnahme (GeoLa) |
|---|
| Fachliche Grundlage |
Für die Beurteilung wurde ein modifiziertes Verfahren der Staatlichen Geologischen Dienste (SGD) angewendet (Hölting et al., 1995, LGRB 2020). Die Vorgehensweise zur Ableitung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung ist im Fachbericht 2020/1 (https://produkte.lgrb-bw.de/docPool/c670_data.pdf, LGRB 2020) ausführlich beschrieben. |
|---|
| Herstellungsprozess |
Die Anwendung der Hölting-Methode ist allgemein geeignet für mittelmaßstäbliche Regionalbetrachtungen (1:50.000 bis 1:100.000). Durch notwendige Generalisierungen und Unschärfen bei den Eingangsdaten sind die Datensätze zur Schutzfunktion jedoch als Übersichtsdarstellungen aufzufassen. Die Qualität der Eingangsdaten (u. a. zu Schichtmächtigkeiten und Grundwasserflurabstand) ist regional stark unterschiedlich. Die daraus abgeleitete Schutzfunktionsbewertung ist dementsprechend unterschiedlich belastbar. Detailaussagen bspw. auf Flurstücksebene können aus den Datensätzen nicht abgeleitet werden. Für diesen Zweck sind standortbezogene Betrachtungen erforderlich. Zudem wird darauf hingewiesen, dass in Karstgebieten die Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung deutlich geringer ausfallen kann, als nach der hier angewendeten Hölting-Methode ermittelt. |
|---|
Zusatzinformationen
| Herstellungszweck |
Integrierte Geowissenschaftliche Landesaufnahme (GeoLa) des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB). |
|---|
| Sprache des Datensatzes |
Deutsch |
|---|
| Bestellinformationen |
Für Bestellungen und Informationen zu den Geodaten und Geodatendiensten des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) nutzen Sie unseren Online Shop unter https://produkte.lgrb-bw.de oder kontaktieren den Vertrieb des LGRB unter 0761 - 208 - 3022 bzw. vertrieb-lgrb@rpf.bwl.de. |
|---|
Hilfe