Die bodenkundlichen Informationen in Form der digitalen BK50-Moor weisen Moorböden, mooranverwandte Böden und weitere kohlenstoffreiche Grund- und Stauwasserböden auf Grundlage von Kartiereinheiten der Bodenkundlichen Karte 1 : 50 000 (GeoLa BK50) aus. Durch die Speicherung großer Mengen an organischem Kohlenstoff kommt sowohl den intakten Moorböden als auch den moorähnlichen kohlenstoffreichen Böden eine wichtige Klimafunktion zu. Moorböden erfüllen die natürlichen Bodenfunktionen nach § 2 des Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) in besonderem Maße. Als Ausgleichskörper im Wasserkreislauf und als Filter und Puffer für Schadstoffe übernehmen Moor- und moorähnliche Böden darüber hinaus wichtige Funktionen in den jeweiligen Ökosystemen. Im natürlichen Zustand sind Moorböden zudem Sonderstandorte für naturnahe Vegetation und haben darüber hinaus eine besondere Bedeutung als Archive der Natur- und Kulturgeschichte.
Die BK50-Moor stellt eine wichtige Datengrundlage für die Berücksichtigung von Moorböden sowie mooranverwandten Böden bei Planvorhaben in Baden-Württemberg dar. Des Weiteren können diese Daten bei moorschutzfachlichen und moorrelevanten Fragestellungen aus den Bereichen des Natur- und Klimaschutzes sowie der Landwirtschaft zur Identifikation und Abgrenzung der genannten Böden im mittleren Maßstabsbezug genutzt werden. Die moorbodenkundlichen Daten der BK50-Moor stellen eine überarbeitete Fassung der Historischen Moorkarte Baden-Württemberg der LUBW, mit klarem Fokus auf der bodenkundlichen Klassifizierung der entwickelten Bodentypen, dar. Anders als in der Historischen Moorkarte der LUBW umfasst die BK50-Moor die ganze Bandbreite der humosen Grundwasserböden. Sie veranschaulicht die Bodenwasserverhältnisse um den eigentlichen Moor- bzw. überdeckten Torfkörper. Die Legendeinheiten, die nicht klar Hoch- und/oder Niedermooren zugewiesen werden, decken teils eine weitere Spanne von vergesellschafteten Grund- und Stauwasserböden ab.
Die Geometriedaten werden mit Angaben zum Bodentyp, zum Ausgangsmaterial der Bodenbildung sowie zusätzlich mit einem PDF-Datenblatt beschrieben.
Der Darstellungsdienst der Ingenieurgeologischen Gefahrenhinweiskarte Baden-Württemberg (IGHK50) zeigt den aktuellen Datenbestand des Fachbereichs Ingenieurgeologie. Der Themenbereich gibt eine Übersicht über die geogenen Naturgefahren sowie über Baugrundprobleme und -gefahren in Baden-Württemberg. Die Themen Massenbewegungen (Rutschungen, Steinschlag bis Felssturz) sowie Verkarstungsstrukturen (z. B. Erdfälle, Dolinen i. w. S., Karstsenken) und Verkarstungsgefährdung basieren auf dem am LGRB verfügbaren Kartenmaterial, Informationen Dritter, dem digitalen Geländemodell sowie Grundlagendaten von LGRB- und EU-Projekten (ISONG, GeORG). Die Gefahrenhinweisflächen für jahreszeitliche Volumenänderungen, setzungs- und hebungsgefährdeten Baugrund sowie veränderlich feste Gesteine sind direkte Ableitungen aus der Geologischen Grundkarte (GK-BW). Über die Attributabfrage können z. T. zusätzliche Informationen abgerufen werden.
Die IGHK50 ist Teil des Projekts "Integrierte Geowissenschaftliche Landesaufnahme" (GeoLa), in dem fachübergreifend landesweite, geowissenschaftliche Daten im Maßstabsbereich 1: 50 000 erstellt werden. Das Projekt GeoLa gilt als wichtigste Aufgabe der geowissenschaftlichen Landesaufnahme des LGRB.
Die Ingenieurgeologische Gefahrenhinweiskarte stellt wichtige Informationen für Ministerien, Fachbehörden, Kreis- und Kommunalverwaltungen sowie Wirtschaftsunternehmen und Bürger zur Verfügung. Die Hinweisflächen dienen einer ersten Einschätzung der unterschiedlichen geogenen Naturgefahren sowie der Baugrundprobleme und -gefahren in Baden-Württemberg mit dem Ziel, Schäden durch vorausschauende Planung zu verhindern bzw. zu minimieren. Die IGHK50 ersetzt keine objektbezogenen geotechnischen Untersuchungen. Bereiche, die unmittelbar an die ausgewiesenen Flächen angrenzen, können ebenfalls betroffen sein. Intensität und Wahrscheinlichkeit eines möglichen Ereignisses können aus den Daten nicht abgeleitet werden. Lokale Gegebenheiten (z. B. Schutzmaßnahmen, Sanierungen, topografische Besonderheiten) sind nicht berücksichtigt.